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Minimale Erhöhung der Lebenserwartung

26.07.2021

Nach den neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) liegt die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen bei 78 Jahren und fast acht Monaten und neugeborener Mädchen bei 83 Jahren und knapp fünf Monaten. Damit ist die Lebenserwartung im Vergleich zu früher zwar auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Dennoch hat sich der Anstieg seit den Jahren vor 2012 deutlich verringert. Eine ähnliche Tendenz gilt auch für die sogenannte ferne Lebenserwartung von Senioren.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Lebenserwartung in Deutschland erneut angestiegen. Entsprechend der aktuell vorgestellten Sterbetafel 2018/2020 werden neugeborene Jungen durchschnittlich 78 Jahre und nicht ganz acht Monate alt. Neugeborene Mädchen erreichen demnach ein Alter von 83 Jahren und fast fünf Monaten.

Die genannte Sterbetafel ist eine sogenannte Periodensterbetafel. Sie basiert laut Destatis auf Daten der Gestorbenen und der Durchschnitts-Bevölkerung von 2018 bis 2020 und gibt damit eine Momentaufnahme der Sterblichkeits-Verhältnisse der gesamten Bevölkerung in diesem Zeitraum. Im Vergleich zur letzten Sterbetafel 2017/2019, also zum Zeitraum 2017 bis 2019, erhöhte sich damit die Lebenserwartung nach der aktuellen Statistik für neugeborene Jungen um 0,01 Jahre und bei den Mädchen um 0,04 Jahre, das ist in beiden Fällen weniger als um einen Monat.

Die Lebenserwartung …

In den letzten beiden Jahren nahm die Lebenserwartung bei Jungen und Mädchen noch um jeweils mindestens einen Monat zu.

Doch bereits seit 2012 gab es bei den neugeborenen Jungen drei Jahre mit einer Steigerung von jeweils unter einem Monat und einer maximalen Steigerung in zwei Jahren von höchstens nicht ganz drei Monaten. Von 1994 bis 2011 wuchs dagegen die Lebenserwartung bei den Jungen in jedem Jahr zwischen mindestens knapp zwei und bis zu fünf Monaten. Ähnliches zeigt sich auch bei den Mädchen.

Seit 2010 erhöhte sich hier die Lebenserwartung sechs Jahre lang um jeweils weniger als einen Monat und nur in einem Jahr stieg sie um etwas mehr als zwei Monate. 1994 bis 2009 gab es dagegen kein Jahr mit einer Steigerung von weniger als einem Monat, sondern die Lebenserwartung nahm jährlich zwischen knapp zwei und fast vier Monaten zu.

… und auch die fernere Lebenserwartung …

Zwar hat sich laut der aktuellen Sterbetafel auch die sogenannte fernere Lebenserwartung von älteren Bürgern, also die Lebenszeit zwischen einem bestimmten Alter und dem Tod, weiter erhöht. Ein 70-jähriger Mann hat nach der aktuellen Sterbetafel 2018/2020 statistisch gesehen noch etwas mehr als 14 Jahre sowie knapp fünf Monate und ein 80-Jähriger noch über acht Jahre zu leben.

Gegenüber der Sterbetabelle 2017/2019 sind das bei einem 80-jährigen Mann im Schnitt weniger als einen Monat mehr an ferner Lebenserwartung, bei einem 70-Jährigen sank dagegen sogar die Lebenserwartung leicht um nicht ganz einen Monat.

Anders in den Jahren 1994 bis 2011, hier gab es bei den 70-jährigen Männern jährlich eine Steigerung der verbleibenden Lebenserwartung von mindestens ein bis drei Monaten. Bei den Männern im Alter von 80 Jahren erhöhte sich die fernere Lebenserwartung statistisch gesehen im gleichen Zeitraum in zehn Jahren sogar um einen bis zwei Monate.

… steigen nur noch langsam

Bei einer 70-jährigen Frau liegt die durchschnittliche Lebenserwartung aktuell bei etwas über 17 Jahren und bei einer 80-Jährigen bei neun Jahren und sieben Monaten.

Die fernere Lebenserwartung bei Frauen dieses Alters ist damit in beiden Fällen um weniger als einen Monat gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie bei den Männern zeigt sich auch hier, dass die Steigerung der ferneren Lebenserwartung für Seniorinnen seit 2012 weniger hoch ausfällt als vorher.

Von 1994 bis 2009 betrug die jährliche Erhöhung der im Schnitt zu erwartenden Lebensjahre bei den 70-jährigen Frauen bis auf ein Jahr zwischen einem und zwei Monaten. Auch bei den 80-jährigen Frauen erhöhte sich die verbleibende Lebenserwartung im gleichen Zeitraum ebenfalls zum Großteil jährlich um mindestens einen Monat.

Folgen für das Alter

Trotz der tendenziell geringeren Erhöhung der Lebenserwartung gegenüber den Vorjahren wird die Bevölkerung hierzulande weiterhin immer älter. Das hat auch Auswirkungen auf den Einzelnen. Denn wer lange lebt, braucht auch länger Geld, um den Ruhestand finanziell sorgenfrei genießen zu können.

Zudem nimmt mit dem Alter auch die Wahrscheinlichkeit zu, ein Pflegefall zu werden. Deshalb ist es für den Einzelnen wichtig, sich schon frühzeitig um eine finanzielle Absicherung für das Alter sowie für den Fall einer eintretenden Pflegebedürftigkeit zu kümmern. Je früher man nämlich eine entsprechende Vorsorgelösung abschließt, desto niedriger ist die monatliche Beitragsbelastung.

Auch an eine ausreichende Hinterbliebenen-Versorgung gilt es trotz der steigenden Lebenserwartung zu denken. Denn nicht alle erreichen zum Beispiel infolge eines tödlichen Unfalles oder einer schweren Krankheit das statistische Durchschnittsalter. Selbst wer derzeit keinen finanziellen Spielraum dafür sieht, erfährt durch die Beratung eines Versicherungsfachmanns oftmals von Absicherungslösungen, auf die er ohne eine gründliche Analyse nicht gekommen wäre.

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