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Die richtige Reiseplanung

29.04.2019

Wer seinen Reisepass oder ein benötigtes Visum vergessen hat, vor oder während der Reise plötzlich krank wird oder im Urlaub Opfer von Dieben wird, hat nicht nur den Ärger, sondern oftmals auch hohe Kosten. Einige Unannehmlichkeiten lassen sich mit einer umfassenden Reiseplanung vermeiden. Finanziellen Schutz gegen zahlreiche Risiken bieten zudem passende Versicherungspolicen.

Um beruhigt der geplanten Reise entgegenzusehen, reicht es nicht abzuklären, welche Route man fährt und wer während der Abwesenheit zum Beispiel die Post entgegennimmt, die Zimmerpflanzen pflegt und/oder sich um das daheimgebliebene Haustier kümmert.

So können je nach Reiseziel beispielsweise ein Reisepass, ein Visum und/oder auch spezielle Impfungen für die Einreise vorgeschrieben sein. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig zu informieren, was für den geplanten Urlaub notwendig ist. Denn vieles von der Frage, wer sich um das Zuhause während der Reise kümmert, bis hin zur Verlängerung eines abgelaufenen Führerscheins oder Reisepasses, bedarf einer gewissen Vorlaufzeit.

Keine Reise ohne Ausweisdokumente

Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf Reisen innerhalb des eigentlich grenzfreien Schengen-Raums einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitzuführen. Zum einen haben einige Länder wie Österreich, Frankreich, Schweden und Dänemark wieder vorübergehende Grenzkontrollen eingeführt, zum anderen muss man sich beispielsweise bei einem Unfall ausweisen können.

In einigen Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) ist nicht nur ein Reisepass oder ein Visum notwendig, sondern auch, dass der Reisepass eine bestimmte Gültigkeitsdauer wie beispielsweise sechs Monate ab Reiseantritt aufweist. Ob es entsprechende Vorgaben im jeweiligen Land gibt, erfährt man unter anderem online in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes. Im Webportal abrufbar sind zudem für jedes Land allgemeine Informationen zum Land, Einreisebestimmungen, Zoll- und strafrechtliche Vorschriften und medizinische Hinweise.

Zudem ist es empfehlenswert, die jeweilige Sicherheitslage des Urlaubslandes zu beachten. Entsprechende Hinweise und aktuelle Reisewarnungen finden sich ebenfalls im Webauftritt des Auswärtigen Amtes. Eine kostenlos herunterladbare App des Auswärtigen Amtes enthält neben länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweisen auch eine Checkliste für die Reiseplanung und für das Verhalten in Notfällen sowie wichtige Anlaufstellen in Krisensituationen wie die Botschaft oder das Konsulat.

Wichtiger Kostenschutz im Krankheitsfall …

Das Auswärtige Amt hat in seinem Webauftritt dem Thema Reisekranken-Versicherung einen eigenen Menüpunkt gewidmet. Konkret ist hier unter anderem zu lesen: „Vor Antritt jeder Auslandsreise sollten Sie klären, ob Sie einen adäquaten Krankenversicherungs-Schutz besitzen, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz sind vor Ort anfallende Kosten (zum Beispiel Krankenhauskosten, Rettungsflug) grundsätzlich selbst zu tragen und können schnell alle Ersparnisse aufzehren.“

Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist eine der wichtigsten Policen für einen Auslandsurlaub. Sie wird auch vom Verband der gesetzlichen Krankenkassen, dem GKV-Spitzenverband, in allen landesspezifischen Merkblättern für Urlauber dringend empfohlen. Wird nämlich ein Reisender krank oder verunfallt, muss er ohne einen solchen Versicherungsschutz, die im Ausland anfallenden Arzt- und Krankenhauskosten meist zum großen Teil oder in vielen Fällen – insbesondere außerhalb der EU – sogar komplett aus der eigenen Tasche zahlen.

Ein Krankenrücktransport aus dem Ausland, der mehrere Tausend Euro kosten kann, muss ohne einen derartigen Versicherungsschutz fast immer von dem Betroffenen selbst bezahlt werden. Dieses Kostenrisiko, also die notwendigen Ausgaben für eine ambulante und/oder stationäre Versorgung im Ausland und, wenn vereinbart, auch einen notwendigen Krankenrücktransport nach Deutschland, übernimmt eine Auslandsreise-Krankenversicherung.

… und bei notwendigem Reisestorno oder -abbruch

Es gibt diverse Gründe wie einen Unfall, eine plötzliche Krankheit oder ein Todesfall innerhalb der Familie, die es erforderlich machen, dass man eine gebuchte Reise erst gar nicht antreten kann oder eine bereits begonnene Reise abgebrochen werden muss. Ohne eine Reiserücktritts- und -abbruchversicherung müsste man in diesen Fällen die anfallenden Stornokosten oder auch die Abbruchkosten wie einen vorzeitigen Rückflug selbst tragen.

Die Reisestorno- und Abbruchkosten werden von einer solchen Reiseversicherung übernommen, wenn der Urlaub wegen eines in der Police vereinbarten Grundes nicht angetreten oder abgebrochen wird. Mögliche versicherbare Gründe sind zum Beispiel ein schwerer Unfall oder eine plötzliche Krankheit des Reisenden, ein Todesfall eines nahen Angehörigen oder ein schwerer Brandschaden am Eigenheim.

Wer mit hochwertigem Hab und Gut wie einer teuren Sport- und/oder Fotoausrüstung auf Reisen geht, für den kann zudem eine Reisegepäckversicherung sinnvoll sein.

Auch bestehende Versicherungspolicen gelten mitunter im Ausland

Doch nicht nur spezielle Reiseversicherungen, auch Versicherungspolicen, die im normalen Alltag Risiken absichern, sind im Urlaub nützlich. So bietet ein Schutzbrief, der meist gegen einen geringen Aufpreis in der Kfz-Versicherung mitversichert werden kann, je nach Vertragsvereinbarung eine Soforthilfe bei Pannen, Krankheit, Unfall oder Diebstahl im In- und Ausland.

Auch andere Versicherungspolicen wie die Kfz-Versicherung, die private Haftpflicht-, Unfall- und/oder Rechtsschutz-Versicherung bieten je nach vereinbartem Geltungsbereich auch Schutz im Ausland. Inwieweit der Versicherungsschutz im jeweiligen Reiseland besteht, ist der jeweiligen Police zu entnehmen.

Eine allgemeine Übersicht, welche Versicherungspolicen für Reisende besonders wichtig sind, enthält die kostenlos downloadbare Broschüre „Versicherungen rund ums Reisen“ des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). In einem Beratungsgespräch mit dem Versicherungsvermittler lässt sich klären, welche Risiken speziell für die geplante Reise über bestehende Versicherungsverträge bereits abgedeckt sind und welche noch abzusichern sind, um beruhigt und sorglos verreisen zu können.

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